Die Top 10 Leckt-mich-Leute-ich-geh-nach-Hause-Momente

Cartman hat Recht! Es gibt Dinge im Leben, bei denen man einfach gerne mal sagen würde: „Leckt mich Leute, ich geh nach Hause“ (nachfolgend LMLIGNH) genannt, im Sinne von Macht Euren Scheiss ohne mich Ihr verdammten, ignoranten, engstirnigen, egoistischen, Arschlöcher. Und nein, es geht hier nicht um die grossen Probleme, welche wir nicht ändern können, nein, es geht um die persönliche Ignoranz von vielen Menschen. Dinge, welche man per sofort und ohne grossen Aufwand ändern kann.

Nachfolgend also meine Top-10-Leckt-mich-Leute-ich-gehe-nach-Hause-Situationen. Wenn ich etwas Wichtiges vergessen haben sollte, schreibts in die Kommentare. Los geht’s!

Die Top 10 Leckt-mich-Leute-ich-geh-nach-Hause-Momente weiterlesen

Mein Fernsehabend

Frei erfunden,  insperiert durch Konfuzius: “ Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.“

Mein Fernsehabend

19:00 Uhr, geil, ich habe alles erledigt. Ich kann mich also ganz entspannt in mein Bett chillen und den Abend genießen. Ich wollte mal wieder Gute Zeiten Schlechte Zeiten gucken. Einfach so. Schön, Tür zu und ab ins gemütliche Bett. Bis 19:45 Uhr zappe ich etwas rum und freue mich schon, das es gleich losgeht. Irgendwie läuft es gerade bei Metropolitan Trends, dem fiktiven Zeitschriftenmagazin von Katrin Flemming, einer Rolle in der erwähnten Serie, nicht so gut. Im Mauerwerk, dem Club von Leon Moreno ist auch schon wieder der Teufel los, und Dominik dreht jetzt scheinbar Pornos. Das aber wiederrum weiß sein Vater Joachim Gerner zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht.

Plötzlich klopft es an meiner  Zimmertür, ich werde aus der Serie gerissen und mein Mitbewohner steht völlig aufgeregt in der Tür.
Ich ahne schlimmes.

“Was ist denn nur passiert, geht es dir gut?” frage ich.

Heute war sein zweiter Arbeitstag und er hat erfahren welche Aufgaben er für den Einstellungstetsstest üben muss. Dieser entscheidet ob und in welcher Position er seinen Traumberuf ausüben kann. Er erzählt mir was er genau alles machen muss und das er ganz ganz dringend jemanden braucht der ihm Mathenachhilfe geben muss.

Ich denke mir: ”Hallo, ich gucke gerade GZSZ !”.
Er erzählt weiter: “Du bist doch an der Universität, kannst du für mich jemanden finden der mir Nachhilfe geben kann?”

Ich bin etwas überfordert von seiner aufdringlichen Art, aber noch mehr davon das er nicht checkt, dass ich hier gerade Fernsehen gucken will.

Einfach so ins Zimmer platzen. Sowas macht man doch nicht? Er setzt sich zu mir aufs Bett und schnappt sich meinen Laptop. Ja, meinen Laptop!  Er faselt völlig aus der puste:” Ich zeig dir das mal kurz was ich alles können muss.”

Ich denke mir: “hallo, ich helfe ja immer gern, aber erstens muss du mich fragen ob ich gerade Zeit habe und zweitens hast du n fetten Scheiß an meinem Laptop zu suchen.
Aber um das zu erklären fehlt mir gerade die Geduld! Das das stört ihn nicht weiter. Er tippt in die Taskleiste seine Suche ein. (Das er damit meine Rechercheergebnisse kaputt macht stört ihn recht wenig) Ich muss an meine Zeit in der Grundschule denken. Damals habe ich die Geschichte von dem Elefanten im Porzellanladen zum ersten mal gehört. Der dicke fette Elefant geht rücksichtslos in einen Laden und zerstört dort einfach alles. Nicht weil er es wirklich will, also nicht vorsätzlich, sondern weil er einfach zu unbeholfen mit seinen riesigen Füßen und seinem großen Körper ist. So ähnlich empfinde ich auch gerade das Verhalten meines Mitbewohners –  auf der zwischenmenschlichen Ebene. Er hat vermutlich einfach kein sensibles Gefühl für Situationen wie diese. Was den Elefanten vermutlich von meinem Mitbewohner unterscheidet ist, dass der Lärm und das ganze kaputte Porzellan dem Elefanten sicherlich aufgefallen ist und ihm das ganze vermutlich schrecklich unangenem war. Ich könnte mir sogar vorstellen das der Elefant das nächste mal nicht einfach wieder in den Laden stürmt. Vielleicht hat er auch ein Entschuldigungsschreiben verfasst und ein leckeres Stück Schokolade als Wiedergutmachtung hinzugelegt. Schokolade wäre geil, denke ich. So ein Lerneffekt ist mit großer Wahrscheinlichkeit bei meinem Mitbewohner leider nicht zu erwarten.

Vielleicht sollte ich jetzt einfach mal Laut schreien?

Mittlerweile zeigt er mir die Rechenaufgaben welcher er für seinen Test beherrschen muss. Gleichungen lösen. Hauptschulnivau! Ich würde so gerne GZSZ weiter gucken. x+3=5 verstehst du, wie rechnent man denn sowas, fragt er mich. Ich gucke ihn starr an und frage mich was in seinem riesigen Kopf alles drin sein muss. Ich bin einfach nur fassungslos. Ich denke darüber nach ob ich überhaupt “Herrein” gesagt habe oder ob er wirklich reingeplatzt ist. Diese Situation kauft mir doch beim besten Willen niemand ab. Also ich kann ja verstehen wenn jemand von sich behauptet, das Mathematik nicht so seine stärke ist, aber dann sollte man sich zunächst selbst mal einen kleinen Moment damit auseinandersetzen. Ist ihm das nicht peinlich? Also alles! Ich überlege wo ich anfangen soll ihm das zu erklären.

Leon flippt gerade völlig aus, weil heute abend ein Konzert im Mauerwerk ist und die Speisekarte noch nicht steht. Es ist ein wildes hin und her in der Küche des Mauerweks.

Ich wäre jetzt gern im Mauerwerk und würde dort ein trockenen Rotwein trinken. Einfach relaxen. x(3+5)=10 das muss ich alles können. Du musst mir das unbedingt erklären, schreit er. Ich denke mir: “ Ja wahrscheinlich, vielleicht verabreden wir uns einfach morgen wieder um 19:45 Uhr hier bei mir im Zimmer und ich erkläre dir wie die scheiß Gleichungen zu lösen sind”. Ich merke wie du Wut in meinem Bauch hochkocht.

“Wir haben auch einen Brief bekommen von dem Arbeitgeber, da steht das alles genau drin. “ erklärt mir mein Mitbewohner währenddessen er fragend über den Gleichungen sitzt. “Hier, lies dir den mal durch!”, haspelt er.

Zehn ave Maria! Ich will einfach nur in Ruhe Fernsehen und mir nicht deinen verkackten Brief durchlesen.
Ich sage: “ Ja, das mache ich morgen mal!”.

Eigentlich eine unmissverständliche Aussage, welche im auf freundliche und wohlwollende Art signalisieren sollte, das ich gerade nicht wirklich Bock darauf habe seinen Brief zu lesen. Eigentlich habe überhaupt kein Bock darauf diesen Brief jemals zu lesen.

“Ach was solls, ich lese ihn dir einfach kurz vor.”, sagt er schnell.

Er klappt den Brief auf und beginnt ihn mir in einen eher holprigem Lesefluss vor zulesen. Ich kann mich nicht mehr an den Inhalt es Briefes erinnern, weil ich zu sehr damit beschäftigt war darüber nachzudenken wo genau das Kommunikationsproblem liegt. Habe ich als Sender der Botschaft nicht unmissverständlich klar gemacht das es gerade schlecht ist? Ja, ich bin mir sicher das Problem muss im Empfangen der Nachricht liegen. Gute Zeiten Schlechte Zeiten ist mittlerweile zu Ende. Er ist auf den Balkon gegangen um eine zu rauchen, das kriege ich mit, da er weder meine Zimmertür, noch die Balkontür geschlossen hat und der Geruch von seiner eilig weggerauchten Zigarette sich langsam in meinem Zimmer ausbreitet.

Er kommt zurück: “Du musst mir unbedingt jemanden finden, der mir Mathenachhilfe geben kann” stammelt er. ”Ja, mach einen Aushang, ich kann ihn in der Universität aushängen”, entgegne ich. “Kennst du keinen der das kann? “Es wäre doch besser wenn du ihn kennst, weil er muss es ja gut erklären können” meint er darauf.

Worauf genau diese Überlegung seinerseits gestützt ist bleibt mir schleierhaft, wenn ich jemanden kenne kann dieser auch automatisch gut Mathe erklären? Klar, und wenn das dann nicht der Fall ist bin vermutlich ich schuld wenn er durch die Prüfung fällt. Mittlerweile ist er in seinem Zimmer und spielt Playstation, das höre ich, weil er immernochnicht meine Tür geschlossen hat. Ich muss als noch mal aufstehen und sie eigenständig schließen.

Gute Nacht.

2015-01-15

Endlich! – Es gibt noch Menschen, die handeln!

Während meiner Zeit in der Schweizer Hauptstadt, dem wunderschönen Bern, habe ich das alternative Kulturzentrum „Reitschule“ kennen und lieben gelernt. Die Reitschule gerät immer wieder (verständlicherweise) in Kritik. Aufgrund der Tatsache, dass mit Nike Schuhen gekleidete Rich-Kids, „Anti Kapitalismus Demonstranten“ auf Kokain, das Kulturzentrum (autonome Zone) als Rückzugsmöglichkeit nutzen konnten.

reithalle

Endlich! – Es gibt noch Menschen, die handeln! weiterlesen

Erst denken, dann handeln!

Stichwort „ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer“, „Fukushima“, „Charlie Hebdo“ und „Schweizer Einwanderungsinitiative“. Diese und viele weitere Beispiele haben eines Gemeinsam: Die Menschheit ist absolut nicht proaktiv. Oder um es im Dialekt eines Schweizer Rappers zu zitieren: „Gschicht lehrt, dass dr Mönsch nid lehrt us dr Gschicht“ (Lorenz Häberli, 2008), übersetzt: Die Geschichte lehrt, dass der Mensch aus der Geschichte nichts lernt. Warum wir den in der Erziehung oft gehörten Satz „erst denken, dann handeln“ viel mehr berücksichtigen sollten:

proaktiv

Erst denken, dann handeln! weiterlesen

Paul Newton, Spezialist für Gebäudetechnik

New York, Brooklyn 11.03.2015

3:15 Uhr, um diese Zeit klingelt meistens der Wecker von Paul Newton. Paul lebt mit seiner Familie im dritten Obergeschoss eines viereckigen Backsteingebäudes . Um die Vorgärten hier in der Gegend kümmert sich eigentlich niemand, alles wirkt grau, trist und ohne Perspektive.

Bildschirmfoto 2015-04-20 um 08.01.44

 

Paul Newton, Spezialist für Gebäudetechnik weiterlesen

Kultur kaufen, nicht fördern

Eins vorweg: Musiker wie Jay-Z, Künstler wie Pipilotti Rist oder andere Künstler in der gleichen Stärkeklasse, verdienen viel Schotter mit ihrem Hobby / mit ihrer Leidenschaft. Um dieses Kaliber geht es hier aber nicht. Hier geht es um talentierte Kulturschaffende und sogenannte Plattformen für diese. Heutzutage wird Kultur gefördert, nicht gekauft. Warum das schlecht ist? Das liegt doch auf der Hand.

PundB-kultur Kultur kaufen, nicht fördern weiterlesen

Jakob ist süchtig nach Geld

 New York, 12.03.2015

Es ist 5:30 Uhr die Sonne blitzt gerade durch einige Ecken der 1st Avenue. Jakob Johnson lässt sich einen Café aus seiner 5000 Dollar Maschine. Von seiner Küche aus kann er den Central Park überblicken. Er steht einfach nur da und genießt den Morgen. Er hat einen seiner besten Anzüge angezogen. Er weiß was gleich passieren wird. Er weiß das es nicht richtig war, was er getan hat, er weiß, was es für Konsequenzen haben wird, aber es ist im egal.

ny2013

Jakob ist süchtig nach Geld weiterlesen