Die Rentier These

Die Rentier These ist für jeden Neugründer oder Startup Geschäftsführer die ultimative Unterstützung. Sie ist zwar lang, aber sie muss vom Anfang bis zum Ende gelesen werden, damit man sie versteht. Ich verspreche Ihnen, danach begreifen Sie das Unternehmertum.

retnier

Tiere als Vorbilder

Die Menschheit bedient sich in vielen Fachgebieten und technologischer Entwicklungsbereiche immer wieder an der Natur. Viele Tier- und Insektenarten besitzen unglaubliche Fähigkeiten, mit welchen Sie sich Ihrer Umgebung anpassen, Futter verschaffen oder sich vor feinden schützen. So wollen sich z.B Mediziner an einem in Thailand heimischen Lurch orientieren. Dieser Lurch ist in der Lage sämtliche ihm abgefallenen oder abgetrennten Gliedmassen mit kompletter  Funktionsfähigkeit nachwachsen zu lassen. Welch Fortschritt wäre dies für die Medizin.

So sollte es doch auch möglich sein, sich von einem Tier etwas für Betriebswirtschaftliche, Volkswirtschaftliche oder anderweitige Zwecken  abschauen zu können. Oder aber als Vorbild für die Unternehmensgründung. Tatsächlich existiert ein wohlbekanntes Tier, in der Realität wie auch in der Fiktion, welchem Unternehmensgründer einiges abschauen können. Ob es nun als geniale Technik, oder einfach als Eselbrücke dienen wird, betrachtet man die Merkmale und Lebensweise der Rentiere, so kann man sich einige Scheiben (metaphorisch) abschneiden und daraus lernen, wenn man im Begriff ist ein Unternehmen (Start Cup) zu gründen.

Anpassung

Beginnt man mit den reinen körperlichen Merkmalen der Rentiere, geben sie einem schon die ersten Tipps. Die Grösse der Rentiere schwankt, wie bei Goldfischen, mit ihrem Verbreitungsgebiet. Dies nicht unmerklich. Die Grösse und das Gewicht bei ausgewachsenen Rentieren schwanken zwischen 100 und 250 cm und 60 bis 300 Kilogramm. Zudem sind die Tiere dank der Anpassung ihres Fehls an den Jahreszeiten immer optimal an ihre Umgebung angepasst. Bei einem Unternehmen sollte es nicht anders sein: Es muss sich der Umgebung und der jeweiligen Tätigkeit anpassen. Es ist völlig unnötig von Beginn weg ein riesen fancy Büro zu besitzen oder bereits Mitarbeiter anzustellen, wenn man ein reines Dienstleistungsunternehmen ist. Will man allerdings eine Import und Verteiler Firma gründen, ist ein grosses Lager und eine gewisse Anzahl Mitarbeiter mit dem nötigen Know-How unumgänglich. Wir lernen vom Rentier: Anpassung.

Die Hufe – ein solides Fundament

Nun zu den Hufen der Rentiere. Die Hufe, auch der Umgebung angepasst, sind sehr breit und durch Spannhaut äusserst Spreizbar. Sie dienen den Rentieren selbstverständlich dazu in schwierigem Gelände guten Halt und Tritt zu fassen. Sie sind dadurch auch im matschigen, nassen und mit Steinen oder Schnee besäten Gelände äusserst schnell und wendig. Dieses Merkmal ist ein wahnsinnig wichtiger Punkt für Unternehmensgründer. Ein Unternehmen oder Startup muss in vielerlei Hinsicht auf einem guten Fundament stehen. Zum einen selbstverständlich finanziell gesehen. Es ist absolut ungünstig verschuldet in ein Unternehmertum zu starten. Wenn man bereits vor der Gründung über viele Schulden verfügt, sollte man es nicht angehen, egal wie gut die Idee sein mag. Man kann dadurch die geplante Strategie in den wenigsten Fällen umsetzen, da man für alles, aber auch wirklich alles, Geld benötigt. Die besagte Strategie ist der zweite Punkt. Manche mögen das Wort Businessplan nicht mehr hören,  dieser ist aber leider absolut nötig um sein Unternehmen auf breite und solide Hufe stellen zu können. Er ist das Fundament jedes Unternehmens. Ebenfalls breit abgestützt sollte das Netzwerk eines Unternehmers sein. Ein gutes Netzwerk hilft über so manche schwierige Situation hinweg. Wir lernen also von den Rentieren: Ein Solides anpassungsfähiges und gutes Fundament hilft um im steinigen Markt standhaft sein zu können.

Die Struktur

Vom Fusse der Rentiere nun zu der Spitze des Kopfes. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal der Rentiere sind Ihre Geweihe. Das Geweih eines Rentiers ist wie der Fingerabdruck bei Menschen, bei jedem Tier Einzigartig. Je nach Verbreitungsgebiet tragen die Tiere nur einen Stamm oder aber ein sehr verstricktes Geweih mit vielen „Ästen“. Für Unternehmer ist dies ebenfalls von zentraler Bedeutung. Je nach Verbreitungsgebiet oder aber je nach Markt in welchem das Unternehmen Tätig ist, braucht es eine einzigartige Struktur. Prozesse und Hierarchiestruktur müssen zwingend und genau dem Markt und dem Tätigkeitsfeld/ Kernkompetenzen des Unternehmens angepasst werden. Hat die Struktur unnötig viele Äste, so kriegt man schnell finanzielle Probleme, besteht die Struktur nur aus einem Stamm, so können je nach Geschäftsfeld sehr schnell organisatorische Probleme auftreten. Man lernt also von den Rentieren, dass man die Struktur des Unternehmens ebenfalls den Gegebenheiten der Umgebung anpassen sollte.

Die Herde – das Networking

Von den Merkmale nun zu den Lebens- und Verhaltensweisen der Rentiere. Auch hier können viele nützliche Parallelen zum Unternehmertum gezogen werden. Zuerst sind Rentiere klassische Herdentiere. Die Herden der Rentiere sind jedoch in der Grösse unterschiedlich. Auch hier passen sie sich den Umständen an. Für grosse und gefährliche Wanderungen schliessen sich die Rentiere mit anderen Herden zusammen. Hierbei entstehen Herden mit bis zu 500’000 Tieren. Durch die Grösse der Herde können sie sich vor natürlichen Feinden schützen und überstehen die Reisen mit geringen Verlusten. Ist die Wanderung vorbei und die Rentiere kommen wieder in vertraute Gefilde, so lösen sie die grosse Herde auf und verweilen in kleineren Herden mit 50 – 100 Tieren. Hier kommt das Unwort des letzten Jahrzehnts für Unternehmer zu tragen: Networking. So sehr dieser Ausdruck ein Szene-Wort geworden ist, so essentiell ist es für jeden Unternehmer. Von den Rentieren kann man lernen, dass es Sinn macht, gewisse Allianzen und Partnerschaften für eine Teilreise des Unternehmens einzugehen. Bei gewissen Partnern macht es auch Sinn sich gemeinsam niederzulassen. Unternehmen sollten also in der „Herde“ wie Rentiere agieren. Je nach Auftragslage, je nach Position im Markt, je nach Finanziellem Standpunkt. Man kann sich auch nur Temporär mit gewissen Partnerunternehmen zusammen  tun. Erkennt man das, kann man für alle eine ideal Situation herausschlagen und auch unnötige Partnerschaften vermeiden.

Man merke sich: Wenn es um die Frage um das optimale Vernetzen geht, sollte man sich nicht nur die Frage „Mit wem?“ sondern auch die Fragen „Wann?“ und „Wie lange?“ stellen.

Ob Sie diese Vergleiche wie gesagt nur als Eselsbrücke nutzen oder aber Ihre Strategie nach den natürlichen Begebenheiten ausrichten, es lohnt sich immer, mit anderen Sparten Parallelen zu ziehen.

Fazit

FAZIT: Wen Sie, lieber Leser, sich nun während der ganzen Rentier Aussage gefragt haben „Was soll der Scheiss?“, haben Sie das mit absolutem Recht getan! Es ist absoluter Schwachsinn!

Dieser Text soll nur einen einzigen Lerneffekt hervorrufen: RENTIER! Damit ist selbstverständlich nicht das Tier gemeint, nein, Rentier, mit Ausrufezeichen: SEI RENTABEL!

Die absolute Quintessenz jeglichen Unternehmertums ist die Rentabilität. Die Idee kann unglaublich gut, wunderbar umgesetzt und total fancy sein. Man kann sich noch so tolle Überlegungen über Struktur, Prozesse, Innovation machen. Man kann noch so viele Parallelen zur Tierwelt ziehen. Man kann sich unglaublich verlieren in der Strategie. Am Ende jeglichen Unternehmertums, zählen nicht die Menge der Investoren, nicht das Alter des Unternehmens, nicht die gute Idee. Am Ende zählt in jedem, aber wirklich jedem Unternehmen nur eins: RENTIER!, SEI RENTABEL!

Danke
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